Eine Automatisierungsberatung für KMU sollte die betrieblichen Entscheidungen verständlich machen, bevor sie einen Aufbau vorschlägt. Fragen Sie, welches Ereignis den Workflow startet, welcher Datensatz verbindlich ist, welche Informationen benötigt werden, wer eine Ausnahme freigeben darf und wie das Team von einem Fehler erfährt. Klären Sie Zugriffsgrenzen und den manuellen Wiederanlauf. So wird aus dem allgemeinen Wunsch nach Zeitersparnis ein System, das sich tatsächlich bewerten lässt.
Unterscheiden Sie außerdem Konfiguration, Integration und individuelle Entwicklung. Eine eingebaute Regel kann einen Schritt lösen. Eine Integration kann Daten zwischen zwei Tools übertragen. Eine eigene Anwendung kann sinnvoll sein, wenn der Workflow eine gemeinsame Oberfläche oder domänenspezifische Logik erfordert. Die kleinste verlässliche Lösung reduziert Wartung, während dokumentierte Zuständigkeit verhindert, dass die Automatisierung nach dem Start verwaist.
Definieren Sie schließlich Belege dafür, dass der Workflow hilft. Geeignet sind beispielsweise Durchlaufzeit, Alter einer Warteschlange, Ausnahmevolumen, Vollständigkeit oder eine erfolgte Nachverfolgung. Wählen Sie Größen, die der Workflow ohne einen zweiten manuellen Berichtsprozess sichtbar machen kann. Prüfen Sie sie nach dem Start gemeinsam mit den Menschen, die die Arbeit ausführen. Deren Rückmeldung zeigt, ob die Automatisierung Reibung entfernt oder nur verschoben hat.